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Abwasserentsorgung

im Gemeindebereich von Ingenried

 
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Die Reinhaltung der Gewässer ist eine vordringliche Aufgabe im Bereich des Umweltschutzes.

 

Die Vertreter der Gemeinde haben sich dieser Aufgabe gestellt und nach einer umsetzbaren und finanzierbaren Lösung gesucht.

Verschiedene Möglichkeiten wie z.B. Einzelanlagen, Ortsteillösungen oder ein gemeinsames Gesamtkonzept wurden geprüft und diskutiert.

 

Bei der Suche nach der für uns besten Entsorgungsvariante wurden wir vom Wasserwirtschaftsamt, vom Ing. Büro Köpf und vom Landratsamt unterstützt. Der fachliche Rat war für uns bei der Planung und bei der Umsetzung der Baumaßnahme sehr wichtig.

 

Für die gute Beratung und für die gute Zusammenarbeit während der gesamten Bauzeit darf ich mich beim Ing. Büro Köpf, bei den Fachbehörden und bei den am Bau beteiligten Firmen ganz herzlich bedanken.

 
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In den Jahren 1995 bis 1999 haben wir in Ingenried und von 2004 bis 2005 in den Ortsteilen Erbenschwang, Krottenhill und Am Bahnhof den neuen Schmutzwasserkanal verlegt.

Im Zeitraum von 2003 bis 2006 wurde die neue Kläranlage gebaut.

Für den Kanal- und Kläranlagenbau mussten wir insgesamt

ca. 6,5 Millionen Euro investieren.

 

Am Ende der Bauarbeiten möchte ich mich bei unseren Bürgern ganz herzlich bedanken. Unsere Bevölkerung hat die vielen Unannehmlichkeiten während der Bauzeit mitgetragen und ohne Beschwerden hingenommen.

Mir ist bewusst, dass die finanziellen Belastungen für unsere Bürger nicht einfach aufzubringen waren bzw. sind.

Für das entgegengebrachte Verständnis sage ich ein herzliches Vergelt´s Gott.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir können auf unsere Abwasseranlage stolz sein. Die Gemeinde Ingenried hat mit Ihren Bürgern eine moderne und zukunftsorientierte Abwasseranlage gebaut. Die Gemeinde kann sich nun im baulichen Bereich weiterentwickeln.

Ich bin mir sicher, dass unser neues Kanalnetz und die moderne Kläranlage einen entscheidenden Beitrag zur Gewässerreinhaltung leisten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 
 
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Xaver Fichtl

Bürgermeister

 
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Informationen zum Kanalnetz

 
Abwasserpumpstation Erbenschwang
 
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Während für den Hauptort Ingenried in den Jahren 1990 – 1998 die Ortskanalisation in Misch- bzw. Trennverfahren ausgebaut wurde (BA 1-3), wurden die Ortsteile Krottenhill, Erbenschwang und Bahnhof erst in den letzten Jahren an eine zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen (BA 4-6). Der Ortsteil Huttenried entsorgt seine Abwässer weiterhin über Kleinkläranlagen.

 

Der Ortsteil Erbenschwang wurde über eine Pumpstation direkt an die neugebaute Zentral-Kläranlage in Ingenried angeschlossen. Dabei wurden 2.090 m PVC-Rohre DN 200/250, 1.760 m PE-HD-Rohre DN 125/250 und 30 m Stahlbetonrohre DN 1000 verlegt.

 
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Der Ortsteil Krottenhill wurde über eine Pumpstation an das Kanalnetz von Ingenried angeschlossen. Dafür waren 2.450 m PVC-Rohre DN 200, 1.400 m PE-HD-Rohre DN 90/250 und 20 m Stahlbetonrohre DN 1000 erforderlich.

 

Der Ortsteil Am Bahnhof wurde an die Abwasseranlage in Schwabsoien angeschlossen. Dazu wurden 170 m PVC-Rohre DN 200, 100 m PE-HD-Leitungen DN 75 und 13 m Stahlbetonrohre DN 1000 eingesetzt.

 

Text: Ing. Büro Köpf, Herr Dr. Gebert

 
Schaltschrank im Pumphaus Krottenhill
 
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Informationen zur Kläranlage

 
Kartengrundlage Luftbild: Landesamt für Vermessung und Geoinformation
 
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Der Zulauf der Kläranlage erfolgt über einen Kanal DN 200. Der maximale Zulauf beträgt 12 l/s.

Die Zulauf erfolgt über eine Mess-/Regalstrecke mit einem elektrisch angetriebenen Drosselschieber.

 

Der darüber hinausgehende Zufluss wird an einem Trennbauwerk abgeschlagen und der Regenwasserbehandlung zugeführt. Die Behandlung besteht zum einen aus einem Durchlaufbecken, in dem Grobstoffe zurückgehalten und nach dem Regenereignis wieder der Kläranlage zugeführt werden. Der Überlauf des Durchlaufbeckens wird danach in 2 Teichen weiterbehandelt.

 

Im ersten Behandlungsschritt durchströmt das Abwasser die mechanische Reinigungsstufe. Diese Stufe dient der Grobreinigung des Abwassers. Sie ist als so genannte Kompaktanlage ausgeführt, in der ein Feinrechen mit 6 mm Stababstand und der Sandfang integriert ist. Das gewaschene Rechengut und der abgesetzte Sand werden jeweils entwässert, in Container abgeworfen und ordnungsgemäß entsorgt.

 

 
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Im nachfolgenden Belebungsbecken, das als Ringbecken ausgeführt ist (Inhalt: 330m³), werden die organischen Abwasserinhaltsstoffe, Stickstoff und Phosphor biologisch abgebaut. Zudem findet eine aerobe Schlammstabilisierung statt. Zur Sauerstoffversorgung des so genannten Belebtschlammes im Becken ist auf der Beckensohle ein Lufteintragssystem installiert. Dieses wird über zwei im Keller des Betriebsgebäudes aufgestellte Gebläse mit Druckluft versorgt. Ein Rührwerk unterstützt die Luftausnützung und hält den Belebtschlamm in Belüftungsfreien Phasen in Schwebe.

 

Die Trennung des Belebtschlammes von dem gereinigten Abwasser erfolgt in der innen liegenden Nachklärung. Der Schlamm setzt sich in der Trichterspitze des Beckens ab und wird über zwei Rücklaufschlammpumpen wieder dem Belebungsbecken zugeführt. Das Klarwasser wird über eine Rinne abgezogen und nach Durchströmen der Ablaufmengenmessung den beiden Teichen zugeführt.

 

Der Überschuss-Schlamm, der sich während des Reinigungsvorgangs bildet, wird über eine weitere Pumpe aus dem Rücklaufschlamm-Kreislauf entnommen und in das bestehende Absetzbecken gepumpt. Dort wird der Schlamm eingedickt und gelagert.

Die weitere Schlammbehandlung findet in zwei mit Schilf bepflanzten Vererdungsbecken mit einer Gesamtfläche von 600 m² statt. Bei der Schlammvererdung wird in einem naturnahen Verfahren Klärschlamm in wertvollen Humus umgewandelt. Die Vererdungsbecken werden ca. 6-mal pro Jahr aus dem Absetzbecken über eine Pumpe beschickt.

 

Text: Ing. Büro Köpf, Herr Dr. Gebert

 
Klärwärter Herr Josef Keller im Büro
 

 

 

 

 

 

Belebungsbecken und Nachklärung

 

 

 

 

 

Pumpenanlage

im Keller

 

 

 

 

 

Vererdungsbecken

für den Klärschlamm

 
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Ausgaben und Finanzierung

 
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Kanalbau:

 

Ausgaben für den Kanalbau

in Ingenried, Erbenschwang, Krottenhill

und Am Bahnhof                                            4.750.682,92 €                                                                                   

 

Finanzierung:

Beiträge der Grundbesitzer                                2.332.091,20 €

Staatliche Zuschüsse                                         1.920.207,42 €

Kostenerstattungen und Finanzmittel 

der Gemeinde                                                       498.384,30 €

 

 

                                                                              

Kläranlagenbau:

 

Gesamtausgaben                                        1.795.446,93 €                     

 

 

Finanzierung:

Beiträge der Grundbesitzer                                   731.214,80 €            

Staatliche Zuschüsse                                            932.913,09 €           

Finanzmittel der Gemeinde                                    131.319,04 €

 

Zusammenfassung:

 

a. Kanalbau Ingenried, Erbenschwang, Krottenhill und Am Bahnhof

 

Für den Kanalbau haben die Grundstücksbesitzer

pro m² Grundfläche 3,60 € und pro m² Geschoßfläche

13,- € bezahlt.

Für bereits veranlagte Grundstücke wird für den abgeschlossenen Kanalbau keine weitere Rate eingehoben.

Die Veranlagung für Neubauten und die Nachveranlagungen für Geschoßflächenmehrungen werden im laufenden Jahr 2007 per Bescheid in Rechnung  gestellt.

 

 

 

b. Kläranlagenbau

 

Für den ungedeckten Finanzbedarf werden beim Schlussbescheid voraussichtlich noch ca. 1,- € bis 1,50 € pro m² Geschoßfläche in Rechnung gestellt.

Die Bescheide werden im September oder Oktober 2007 an die Grundstücksbesitzer versandt.